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Political Correctness und Selbstzensur

Political Correctness und Selbstzensur

Nur eine Minderheit der Bevölkerung wünscht sich mehr Political Correctness in Österreich. Identitätsthemen haben für den Großteil der Befragten eher wenig Bedeutung. Großen Nachholbedarf sieht man hingegen in Sachen soziale Gerechtigkeit.

39 % der Bevölkerung finden, dass Political Correctness in Österreich einen zu hohen Stellenwert hat bzw. „zu weit“ geht. Für 26 % geht sie hingegen nicht weit genug, während 23 % sie als angemessen betrachten. Das geht aus einer Umfrage des Österreichischen Gallup-Instituts hervor*. 27 % der Befragten geben an, dass sie in den letzten 12 Monaten in privaten Gesprächen ihre Meinung zu bestimmten politischen Themen aus Angst vor Verurteilung nicht geäußert haben.

Bei der Beurteilung von politischer Priorisierung verschiedener Fairness-Themen zeichnet sich in Österreich ein klares Bild ab. An erster Stelle der vernachlässigten Inhalte steht soziale (Un)gerechtigkeit, gefolgt von persönlichen Freiheitsrechten. Die Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass Geschlechtergerechtigkeit, Minderheitenrechte und Bekämpfung von Diskriminierung in der Politik angemessen oder sogar zu stark vertreten sind. Ein übermäßig starker Fokus wird aus Sicht der Bevölkerung insbesondere auf gendergerechte Sprache, die Rechte von LGBTQI-Gruppen und Diversität gelegt.

* Gallup-Stimmungsbarometer: Eigenstudie des Österreichischen Gallup-Instituts, 2.000 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Methode: Mixed Mode (817 persönliche und 1.183 Online-Interviews), durchgeführt zwischen 19. September und 19. Oktober 2023